Bei Iga Świątek gibt es wieder eine Lesepause - diesmal mit einem Roman, der geradezu nach einer Diskussion über die Wahrnehmung der Welt verlangt. Am 30. September 2026 stellte sie auf Instagram einen Videoclip mit einer Rezension zu Patrick Süskinds „Das Parfum“ im Rahmen ihrer jährlichen Reading Challenge online. Der Beitrag wurde von der polnischen Plattform Przegląd Sportowy Onet aufgegriffen: In dem Text hieß es, Świątek habe sich an die Fans gewandt und sie eingeladen, die Diskussion in den Kommentaren fortzusetzen.

Iga Świątek auf Instagram: „Heute habe ich für euch eine Rezension zu Patrick Süskinds Buch ‚Das Parfum‘… Lasst mich in den Kommentaren wissen, was euch am meisten beeindruckt hat“api.tennis

In der Bildunterschrift zum Clip erinnerte Świątek daran, dass der Roman „schon vor einiger Zeit“ erschienen sei - nämlich 1985 - und rückte das Gespräch sofort in das für ihre Challenge typische Format: nicht bloß eine Empfehlung von oben, sondern ein gemeinsamer Buchclub in den Kommentaren. Eine separate Frage richtete sie an jene, die den Film gesehen haben.

Iga Świątek auf Instagram (@iga.swiatek), zitiert von Przegląd Sportowy Onet: „Hej! Dzisiaj mam dla was recenzję książki Patricka Süskinda »Pachnidło«, która ukazała się już jakiś czas temu, bo w 1985 r. Jestem ciekawa, czy większość z was już ją czytała? [...] No i oczywiście, czy polecacie film?“api.tennis

Was Świątek über „Das Parfum“ sagte

Im Video selbst hob Świątek laut Przegląd Sportowy Onet vor allem die ungewöhnliche Perspektive des Romans hervor: Das Buch, sagte sie, „beschreibt die Welt durch den Geruchssinn“. Für die Sportlerin war das ein Anlass, nicht nur über die Handlung zu sprechen, sondern auch darüber, wie Literatur die Wahrnehmung von der gewohnten Art, die Realität zu erfassen, weglenkt.

Iga Świątek in einem Instagram-Video, zitiert von Przegląd Sportowy Onet: „Opisuje świat zmysłem węchu [...] Książka wyjątkowa. Powiedziałabym, że jedyna w swoim rodzaju. [...] Fajnie było przypomnieć sobie o tym, że świat można poznawać też innymi zmysłami niż wzrok, słuch albo dotyk.“api.tennis

In derselben Rezension sprach Świątek auch von groteskem Humor und einem „beklemmenden Gefühl“ angesichts der Intensität der Geruchsbeschreibungen. Außerdem versprach sie, dass die Fortsetzung der Reading Challenge „noch kreativer“ werde - ohne weitere Details, aber mit einer klaren Einladung, die nächsten Folgen zu verfolgen.

Das Thema Film kam nicht von ungefähr auf: „Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders“ wurde von Regisseur Tom Tykwer verfilmt. Laut Cineuropa kam der Film in Deutschland am 14. September 2006 heraus; in den Veröffentlichungsdaten ist außerdem das US-Startdatum, der 27. Dezember 2006, angegeben. Świątek gab in dem Beitrag keine eigene Bewertung der Verfilmung ab, sondern fragte ihre Follower, ob sie sie empfehlen würden.

Reading Challenge: wie alles begann

Świąteks Buch-Challenge ist keine einmalige Rubrik. Laut WTA Insider startete die Initiative bereits 2023 unter den Hashtags #ReadWithIga und #IGAreads. Die Idee war damals einfach und sehr klar: 12 Bücher im Jahr lesen und das mit mündlichen „Buch-Reports“ in den sozialen Medien begleiten.

Im März 2026 kündigte Świątek offiziell an, dass sie die Reading Challenge zurückbringt. Dzień Dobry TVN zitierte ihren Post: Das Ziel sei, zwölf Bücher oder mehr zu lesen. Dort wurde auch berichtet, dass sie zum Jahresende Preise für die aktivsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer versprach.

Iga Świątek auf Instagram, zitiert von Dzień Dobry TVN: „Nie wiem, czy słyszeliście już pogłoski, ale chciałabym oficjalnie ogłosić, że wracamy do Reading Challenge. [...] Celem jest przeczytanie dwunastu książek lub więcej.“api.tennis

Die erste Wahl der neu aufgelegten Challenge im Jahr 2026 war „Das Gift“ von Paul Murray. Am 17. März zitierte Fakt Sport Świąteks Aufruf an ihre Follower: Sie fragte, wer das Buch bereits gelesen habe, und bat darum, Meinungen zu teilen. So verfestigte sich das Format erneut als Gespräch und nicht bloß als Liste von Empfehlungen.

In diesem Sinne fügt sich „Das Parfum“ gut in die Logik von Świąteks Reading Challenge ein: Sie wählt ein Buch, erzählt kurz, was ihr daran aufgefallen ist, und lässt dann Raum für ihre Follower - für Rezensionen, Assoziationen und Debatten darüber, ob man den Film sehen sollte.

Warum Świąteks Buch-Posts auffallen

Świątek spricht nicht zum ersten Mal darüber, dass Lesen ein wichtiger Teil ihres Lebens abseits des Platzes ist. Auf einer Pressekonferenz in Dubai im Februar 2025 erzählte sie Tennis.com, dass sie während Turnieren leichtere Bücher wähle: Zu anspruchsvolle Lektüre könne den Kopf zur falschen Zeit beanspruchen.

Iga Świątek auf einer Pressekonferenz in Dubai, Tennis.com: „I would love to have time to read something that is more complicated, I don't know, philosophical… I'm a person that over‑thinks stuff. So if I read something that is too hard, you can be sure I'm going to have some sleepless nights. I need to avoid that during the tournament, for sure.“api.tennis

Die Challenge hat auch eine Rückkopplung. In einem Interview mit WP SportoweFakty im Juni 2026 nannte Świątek ein Beispiel dafür, wie ihre Buch-Posts über einen gewöhnlichen Social-Media-Beitrag hinaus Wirkung entfalten: Jemand sei zu ihr gekommen und habe gesagt, dass seine Tochter wegen der Reading Challenge angefangen habe, Bücher zu lesen.

Auch die Reaktionen auf die Rückkehr der Challenge waren deutlich. Dzień Dobry TVN zitierte Kommentare unter der März-Ankündigung: „Moje ulubione wyzwanie“, „Wspaniała inicjatywa“, „Podejmuję wyzwanie“. Und unter der ersten Wahl für 2026, dem Roman „Das Gift“, schrieben Follower laut Fakt Sport: „Jest świetna!“ und „Nie można się oderwać“.

Wie es weitergeht

Die Geschichte geht nun in den Kommentaren zum Clip über „Das Parfum“ weiter: Świątek bat ihre Follower, zu schreiben, was sie am meisten beeindruckt habe, und die Verfilmung gesondert zu diskutieren. Die Ergebnisse der Reading Challenge und die Preise für die aktivsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Ende 2026 erwartet - genau so hatte sie die Rückkehr des Projekts im März angekündigt.